Tokenisierung operativer Unternehmen
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können Kapital beschaffen, indem sie Anteile oder Ertragsbeteiligungen als Token an Kunden, Communities und Investoren ausgeben. Token machen einen großen, zersplitterten Investorenkreis verwaltbar – doch Reporting, Governance und Ausschüttungen müssen genauso gut funktionieren wie die Emission.
Instrumente, die sich tokenisieren lassen
Von der Kapitalrunde bis zur Ausschüttung
Was die Plattform abbilden muss
Im Coretos Ledger sind das Felder, Regeln und Workflows in einem versionierten Schema für diese Anlageklasse:
Welcher Token passt
KMU-Anteile sind Eigenkapital-Security-Tokens; Umsatz- und Gewinnbeteiligungen sind je nach Ausgestaltung und Rechtsordnung meist fremdkapitalähnliche Wertpapiere oder vertragliche Ertragsansprüche. Jedes Instrument ist eine eigene zugangsbeschränkte Token-Klasse, sodass nur verifizierte, berechtigte Investoren sie halten können. Eine Ausschüttung ist nur so verlässlich wie die Zahlen dahinter. Der Token sollte deshalb an Buchhaltungsdaten und eine definierte Berechnung gekoppelt sein – mit einer Prüfung oder einem Audit vor jeder Zahlung.
- Eigenkapital-, Umsatzanteils- oder Gewinnanteils-Token je Instrument
- Ausschüttungen berechnet aus berichteten, geprüften Zahlen
- Informationsrechte der Investoren im Reporting verankert
- Übertragungsregeln für einen großen Investorenkreis mit kleinen Beträgen
Regeln, die Sie einplanen sollten
Allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung. Coretos plant den regulatorischen Weg mit zugelassenen Rechtsberatern.
Zum Ratgeber: rechtlicher und regulatorischer WegWie wir es umsetzen
Wir konfigurieren Unternehmen, Instrumentbedingungen und Ausschüttungsformel im Schema für operative Unternehmen von Coretos Ledger, binden das Buchhaltungssystem des Unternehmens für Umsatz- und Gewinnzahlen an und ergänzen vor jeder Ausschüttung einen Prüfschritt. Reporting, Abstimmungen und Ausschüttungen laufen über ein Register – so kann ein Unternehmen Tausende Kleinanleger genauso zuverlässig verwalten wie eine Handvoll.
- Auf dem Kern von Coretos Ledger konfiguriert statt von Grund auf neu entwickelt
- Beleihungsfähiges Design: Bewertungs-, Rücknahme- und Risikoparameter von Anfang an festgelegt
- Zugangsbeschränkte Token mit unabhängig auditierten Smart Contracts
- Entwickelt und betrieben auf Amazon Web Services (AWS)
Häufige Fragen zur Tokenisierung operativer Unternehmen
Was ist der Unterschied zwischen Eigenkapital und einer Umsatzbeteiligung?
Eigenkapital bedeutet Eigentum – mit Stimmrechten und Dividenden, wenn das Unternehmen deren Ausschüttung beschließt. Eine Umsatzbeteiligung zahlt vertraglich einen vereinbarten Prozentsatz des Umsatzes, meist ohne Stimmrechte und oft bis zu einer Obergrenze. Beide tragen unterschiedliche Risiken und folgen unterschiedlichen Regeln.
Woher wissen Investoren, dass eine Ausschüttung korrekt ist?
Die Ausschüttung wird aus den Zahlen berechnet, die das Unternehmen berichtet – nach einer in den Bedingungen festgelegten Formel. Ein Prüfer oder Wirtschaftsprüfer kann jede Periode freigeben, und Inhaber sehen sowohl die Eingangswerte als auch das Ergebnis.
Kann ein kleines Unternehmen Token öffentlich anbieten?
Nur im Rahmen der Regeln seiner Rechtsordnung – etwa über eine lizenzierte Crowdfunding-Plattform, mit einem Prospekt oder im Rahmen einer Prospektausnahme. Die Tokenisierung hebt diese Anforderungen nicht auf.
Was passiert, wenn das Unternehmen scheitert?
Die Rangfolge der Inhaber richtet sich nach ihrem Instrument und dem anwendbaren Insolvenzrecht. Wie bei jeder Investition in ein kleineres Unternehmen erhalten sie möglicherweise wenig oder nichts zurück.