Tokenisierung von Rohstoffen und Edelmetallen
Rohstoffe – allen voran Gold – zählen nach Produkten auf US-Staatsanleihen und Private Credit zu den größten tokenisierten Anlageklassen. Ein Rohstoff-Token ist nur so gut wie die Ware dahinter: was gehalten wird, wo, von wem und wie ein Inhaber sie zurückerhält.
Rohstoffe, die sich für die Tokenisierung eignen
Vom Tresor bis zum Rücktausch
Was die Plattform abbilden muss
Im Coretos Ledger sind das Felder, Regeln und Workflows in einem versionierten Schema für diese Anlageklasse:
Welcher Token passt
Ein Token, der durch ein festes Metallgewicht gedeckt ist, ist fungibel: Jeder Token entspricht derselben Menge, etwa einer Feinunze (Troy Ounce) oder einem Gramm. Seine Rechtsform bestimmt die Regeln – ein Anspruch auf allokiertes Metall, das ein Verwahrer oder Treuhänder hält, ein Schuldtitel wie eine ETC-Schuldverschreibung oder in der Europäischen Union möglicherweise ein vermögenswertereferenzierter Token nach MiCA (Verordnung über Märkte für Kryptowerte). Institutionelle Strukturen sind zugangsbeschränkt, sodass nur verifizierte Inhaber Token empfangen und zurücktauschen können; manche öffentlichen Gold-Token bewegen sich frei zwischen Wallets und prüfen die Identität nur bei Ausgabe und Rücktausch. Die zentrale Designfrage ist der Rücktausch: Wer kann eine Auslieferung verlangen, ab welcher Mindestmenge, wo und zu welchen Kosten?
- Fungibler Token je Einheit Feingewicht
- Nur gegen allokiertes, geprüftes Metall geschaffen
- Barrenliste und Abgleich für Inhaber veröffentlicht
- Rücktauschbedingungen in der Token-Logik durchgesetzt
Regeln, die Sie einplanen sollten
Allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung. Coretos plant den regulatorischen Weg mit zugelassenen Rechtsberatern.
Zum Ratgeber: rechtlicher und regulatorischer WegWie wir es umsetzen
Wir konfigurieren Metall, Barrenliste, Verwahrer und Rücktauschbedingungen im Rohstoff-Schema von Coretos Ledger, binden die Bestandsberichte des Tresors und die Preisquelle an und koppeln Minting und Burning an den abgeglichenen Bestand – so werden Token nur gegen erfasstes Metall ausgegeben. Rücktauschanträge, Gebühren und Lieferanweisungen laufen als Workflows mit vollständigem Audit-Trail.
- Auf dem Kern von Coretos Ledger konfiguriert statt von Grund auf neu entwickelt
- Beleihungsfähiges Design: Bewertungs-, Rücknahme- und Risikoparameter von Anfang an festgelegt
- Zugangsbeschränkte Token mit unabhängig auditierten Smart Contracts
- Entwickelt und betrieben auf Amazon Web Services (AWS)
Häufige Fragen zur Tokenisierung von Rohstoffen und Edelmetallen
Was deckt einen Gold-Token?
Physisches Gold bei einem Verwahrer – idealerweise allokierte Barren mit veröffentlichter Barrenliste, unabhängigen Prüfungen und Versicherung. Die Rechtsdokumente entscheiden, ob Inhaber das Metall direkt besitzen oder einen Anspruch gegen den Emittenten haben.
Gibt es funktionierende Beispiele für tokenisiertes Gold?
Ja. Tresorgedeckte Gold-Token wie PAX Gold und Tether Gold sind etabliert; jeder Token steht für eine Feinunze Gold in einem Tresor.
Kann ein Token gegen physisches Metall eingetauscht werden?
Nur zu den Bedingungen des Emittenten. Für die physische Auslieferung gilt meist eine Mindestmenge – manchmal ein ganzer Barren – zuzüglich Lieferkosten; viele Inhaber tauschen deshalb lieber gegen Geld.
Was ist der Unterschied zwischen allokiertem und nicht allokiertem Metall?
Allokiertes Metall sind konkrete Barren, die für den Eigentümer gehalten und vom Vermögen des Verwahrers getrennt werden. Nicht allokiertes Metall ist ein allgemeiner Anspruch gegen den Verwahrer – fällt dieser aus, sind Inhaber ungesicherte Gläubiger. Token, die als Sicherheit dienen sollen, sind in der Regel durch allokiertes Metall gedeckt.